Informationen zu unserem Kaffee aus Burundi

Burundi Yagikawa


Matongo – Kayanza – 100 % Single Origin – 100 % Arabica

Wild – exotisch – säurearm

 

Anbaugebiet:

 

Im Herzen des afrikanischen Kontinents wachsen die Kaffeekirschen für den wild-exotischen „Yagikawa“ Kaffee. Burundi in Zentralafrika bietet mit seinem Hochplateau das ideale Terrain für den Kaffeeanbau. Zudem formen die beträchtlichen Höhenunterschiede vom tiefsten Punkt auf 772 Metern bis zum Gipfel des Mount Heha auf 2.670 Metern ein besonderes Klima, das dem Yagikawa Kaffee seinen unverwechselbaren Geschmack verleiht. Namensgeberin ist die Kooperative Yagikawa im Norden des dicht besiedelten Staates, von der wir unseren Kaffee beziehen.

 

Kaffeebeschreibung:

 

Auf den ersten Blick erscheint der Burundi Yagikawa im Gegensatz zu Kaffeesorten aus benachbarten Gebieten unauffällig. Doch gerade deshalb ist er der perfekte Kaffee, um am Wochenende in Ruhe mit etwas Besonderem zu entspannen.

 

Mit abnehmender Temperatur in der Kaffeetasse entfaltet unser Burundi Yagikawa sein volles Temperament. Bei Trinktemperatur kommen zarte dunkle schokoladene- und schwarze Tee Aromen zum Vorschein, gefolgt von einer exotischen Explosion von Mango und Maracuja. Bei kälteren Temperaturen in der Tasse folgen Aromen von Zuckerrohr-Melasse und Butterpopcorn. Samtig und ausgeglichen von Tasse zu Tasse.

 


Kaffeeanbau: 

 

Klein, aber oho: 

Mehr als die Hälfte der 8 Millionen Einwohner Burundis sind im Kaffeeanbau tätig und erwirtschaften fantastische 90 % des Umsatzes. Damit wird auch der Lebensunterhalt zahlreicher Familien gesichert. Katholische Mönchen waren es, die ältere Bourbon-Sorten in den 1930er Jahren von der Insel La Réunion einführten. In kleineren Familienbetrieben werden diese ursprünglichen Sorten heute noch angebaut. 

In den 1980er Jahren investierte die Weltbank in Burundis Kaffeesektor. Zahlreiche Kaffee-Waschstationen entstanden, darunter auch die „Yandaro-Kaffee-Waschstation“ in der Kommune Kabarore auf fast 1.800 Metern. Seitdem nutzen die umliegenden 22 Kaffeegemeinschaften die Waschstationen für die unerlässliche Reinigung und Sortierung der frisch gepflückten Kaffeekirschen.

  

Die Geschichte des Burundi Kaffees:

 

Der Kaffeeanbau im ostafrikanischen Lake District ist noch relativ jung. Belgier führten ihn Anfang der 1930er Jahre ein. Jede Bauernfamilie wurde verpflichtet, 50 Arabica-Kaffeebäume anzupflanzen. Seitdem wird er von Kleinbauern in über 800.000 Familien angebaut. Auf rund 60.000 Hektar wachsen rund 25 Millionen Kaffeebäume in einer Landschaft von atemberaubender Schönheit.

Die immer wieder aufflackernden politischen Umwälzungen haben jedoch Spuren hinterlassen. In Burundi wird immer noch das niedrigste Pro-Kopf-Einkommen Afrikas erwirtschaftet. Der Aufbau eines Genossenschaftssystems, das aus privaten Bauernhöfen und Mühlen besteht, soll der Dauerkrise, in der sich Kaffeebauern aufgrund der niedrigen Preise befinden, entgegenwirken. Gleichzeitig verfolgen diese Genossenschaften das langfristige Ziel, aufgrund eines besseren Preises pro Sack Kaffee eine höhere Kaffeequalität zu erzielen. Burundi ist einer der wenigen Staaten, die das nötige Potenzial mitbringen.

 

Die Burundi Kaffeeaufbereitung:

 

Burundi Kaffee wird traditionell nass verarbeitet. Dazu gehört an vielen Waschstationen die zweistufige Fermentationsmethode, wie sie auch in Kenia üblich ist. In jedem Fall ist der Reifegrad entscheidend! Unreife Kirschen müssen aussortiert werden, um die hohen Qualitätsansprüche an den Kaffee zu halten. Von einigen Stationen werden die aussortierten Kirschen zum gleichen Preis angekauft, um einen Nachteil für die Bauern zu verhindern. Andere wiederum zahlen unterschiedliche Preise, um die Bauern zu mehr Sorgfalt beim Pflücken zu motivieren.

 

Kooperative Yagikawa: Reden wir über Kaffee!

 

Nehmen Sie diese Übersetzung des Wortes „Yagikawa“ ruhig wörtlich, denn die Zusammenarbeit in der Kooperative ist offen und familiär. Sie finden die älteste burundische Waschstation, die 2007 in Betrieb genommen wurde, zwischen üppigen, grünen Hügeln an einem kleinen Bach, der sechs Kilometer westlich in der Kommune Rango entspringt. Nicht nur wegen der herzlichen Atmosphäre hat sich die Kooperative zu einer eng verbundenen Gemeinschaft entwickelt. Auch die Gesundheit der Mitarbeiter ist ein wichtiger Punkt. Noch müssen Kranke mit einer Krankentrage zu Fuß in das 8 Kilometer entfernte medizinische Zentrum gebracht werden. Deshalb arbeitet die Kooperative daran, eine eigene Krankenstation einzurichten.

 

Qualität unseres Burundi Yagikawa:

Das Burundi Geschmacksprofil hält eine Überraschung für den Kaffeeliebhaber bereit. Da die Bohnen völlig gewaschen und auf Hochbeeten in der Sonne getrocknet werden, liegt jeder Schluck Kaffee samtig und ausgeglichen im Mund. Er besticht mit seinem ausgewogenen, säurearmen Geschmack. Seine Aromen erinnern an Schwarztee und Zuckerrohr-Melasse, einem Hauch Mango und Maracuja. Der kräftige Abgang erinnert an zarte dunkle Schokolade und Butterpopcorn.